Ein Theaterstück, inspiriert von einem legendären Buch von C. S. Lewis (auch bekannt als «Dienstanweisung für einen Unterteufel»).
Es erzählt vom Briefwechsel eines älteren Teufels mit seinem jungen Schüler – und wie dieser dem älteren Teufel Schritt für Schritt zeigt, einen Menschen unmerklich zugrunde zu richten.
Nicht durch große Versuchungen, sondern durch Kleinigkeiten.
Und das Erschütterndste daran ist, wie wirkungsvoll diese Ratschläge heute funktionieren – so präzise, dass wir oft nicht bemerken, wie konsequent wir ihnen folgen.
Einige der „Hinweise“ des älteren Teufels:
Beschäftige den Menschen mit Kleinigkeiten.
Lass ihn ständig in Eile sein, Benachrichtigungen prüfen, reagieren, kommentieren. Das Wichtigste ist, dass er keine Zeit für Stille hat.
Überzeuge ihn davon, dass es am wichtigsten ist, Recht zu haben.
Er soll streiten. Sich empören. Die Welt in „Wir“ und „die Anderen“ teilen. Und er soll hassen – im Glauben, dass dies moralisch gerechtfertigt ist.
Ersetze die Realität durch Lärm.
Nachrichten, Ängste, Skandale, Trends. Ein ständiges Hintergrundrauschen, in dem es schwer wird, auf sich selbst zu hören.
Trenne ihn von nahestehenden Menschen.
Er soll mehr mit Bildschirmen kommunizieren als mit den Menschen in seiner Nähe. Er soll nicht zuhören, sondern antworten.
Bring ihn dazu, sich selbst zu rechtfertigen.
Er soll immer Erklärungen für seine eigenen Schwächen finden – und die Schuld bei anderen suchen.
«Briefe eines alten Teufels an den Jüngeren» ist eine Inszenierung darüber, wie wir im Glauben leben, unsere Entscheidungen selbst zu treffen.
Doch die entscheidende Frage bleibt: Sind das wirklich unsere Entscheidungen?
Und sind es wirklich die richtigen?